Rezension historischer Roman

Rezension historischer Roman · 03. Juni 2020
Schuld in allen Facetten - Vergebung und Rache Sage fühlt sich schuldig und hässlich - denn als ihre Mutter nach einem Autounfall starb, saß sie am Steuer. Seitdem versteckt sie sich, ihr Gesicht mit der Narbe und sich ganz, so weit wie möglich. Nur in einer Trauergruppe und nachts als Bäckerin allein im Cafe - und bei den Kollegen bei der Übergabe und bei dem verheirateteten Liebhaber akzeptiert sie Menschen um sich. In der Trauergruppe begegnet sie dem etwa 90jährigen Josef, der der...

Rückkehr nach Birkenau - Wie ich überlebt habe von Ginette Kolinka Dünnes Buch über die Erlebnisse einer Jüdin - KZ, Verschleppung, Anfangszeit nach dem Krieg Ginette Kolinka hat ihre Erlebnisse sehr lange mit sich selbst ausgemacht und mit niemandem geteilt. Erst Stephen Spielberg und seine Arbeit rund um die Shoah, wie sie mit Schindlers Liste begann, gab ihr den Anstoß aufzuschreiben, was sie erlitten hatte und anzufangen, dies an Jugendliche an Schulen weiterzugeben. Als literarisches...

Mohnschwestern von Ilona Einwohlt Lotte verliebt sich, beginnt eine Affäre, löst dafür ihre Verlobung. Aber Lottes Geschichte spielt in den letzten Kriegsjahren des 2. Weltkriegs, sie unterstützt auch eine Gruppe versteckter Juden, hilft Flugblätter zu erstellen und kämpft für das Überleben, sorgt für Nahrung, Kleidung usw. Bei einem Angriff verliert Lotte ihren Geliebten und kann nur das Bild aus dem gemeinsamen Liebesnest retten. Rund um dieses Bild rankt sich ein zweiter...

Rezension historischer Roman · 24. April 2020
Ein Traum vom Glück von Eva Völler erster Roman der Ruhrpott-Saga gelesen dank Netgalley im April 2020 als digitales Rezensionsexemplar Kohlegewinnung in der Nachkriegszeit, Spätheimkehrer, Ruhrpott und die ersten Träume von weiblicher Selbständigkeit - das klang für mich nach einem anregenden Buch, bei dem ich auch über das Manko "Beginn einer Reihe/Mehrbänder" hinwegsehen wollte. Doch leider hat das Buch trotz anregendem Stil und interessanter Charaktere meinen Geschmack eher nicht...

Rezension historischer Roman · 20. April 2020
Violet von Tracy Chevalier England in den 30er Jahren, Violet 38 Jahre alt, der Verlobte und der große Bruder im 1. Weltkrieg gefallen, kämpft sich aus der einengenden Atmosphäre einer herrschsüchtigen Mutter, die den Tod ihres Sohnes nicht verarbeitet hat, heraus. Sie zieht "in die Ferne", wenige Kilometer in die nächste Stadt, arbeitet als Sekretärin für einen im Wortsinne Hungerlohn, der nicht einmal ausreichende Mahlzeiten zusätzlich zu ihrem Zimmer finanziert. Mitten in der hart...

Rezension historischer Roman · 17. April 2020
Indischer Lokalkolorit, viktorianische Enge - nachher war das Buch zu wenig Assam, zu viel England, die Liebesgeschichte war zu lange vorherbestimmt. Wer locker leichte Liebesgeschichten mag, scheinbar starke Frauen, die am Ende in die Arme des richtigen Mannes finden, wird Freude am Lesen haben. Ganz früh war mir klar, wer am Ende Clarissas Liebe werden wird und zwischendurch war das Spannendste, wie die unpassenden Männer aus der Erzähllinie geschrieben wurden. Für mich war das Buch...

Rezension historischer Roman · 17. April 2020
The Dollfactory 1850, Iris arbeitet mit ihrer von Blattern entstellten Zwillingsschwester in einer Puppenfabrik. Heimlich träumt sie von einem eigenen Geschäft und von der Möglichkeit zu malen. Entgegen aller Konventionen akzeptiert sie das Angebot eines Malers ihm gegen Bezahlung und Schulung zur Malerin Modell zu stehen. Doch der Verstoß gegen die Konventionen trennt sie von ihrer Familie.. Gefallen hat mir, dass die Situation und Einschränkung der ärmeren Bevölkerung gut beschrieben...

Rezension historischer Roman · 14. April 2020
George Sand und die Sprache der Liebe von Beate Rygiert Gelesen dank Netgalley im April 2020 als digitales Leseexemplar. Die Geschichte behandelt die Zeit im Leben der Baronesse Aurore Dudevant, die sich im Alter von 27 Jahren von ihrem Mann trennte und zunächst die Vereinbarung lebte jeweils 3 Monate allein in Paris und 3 Monate auf dem geerbten Gut im Haushalt ihres Mannes zu wohnen. Sie beginnt journalistisch zu schreiben und schreibt zeitgleich mit ihrem Liebhaber zusammen ihren ersten...

Rezension historischer Roman · 09. April 2020
Island 17. Jahrhundert, Armut, Vorurteile, Klatsch, Hunger, Naturgewalt. Rosa heiratet Jon, damit ihre Mutter nicht verhungert oder erfriert. Eigene Wünsche und Träume haben keinen Platz, sie hofft nur an der Seite ihres reichen Mannes ein Auskommen zu haben und möglichst keine Angst. Doch er ist fremd, hält sie auf Abstand, mag keine Besucher und keine Gerüchte über seine erste Frau. Die Geschichte entführt in eine sehr fremde Welt, die doch nach und nach gewohnte Regungen zeigt. Gier,...

Rezension historischer Roman · 03. April 2020
Charmante Geschichte aus den Adelskreisen kurz nach dem Jahrhundertwechsel

Mehr anzeigen