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Rezension Der Weltentraum - Jonathans Spiel

Der Weltentraum - Nikolaus Fahrner

Erscheinungstermin: 24.04.2018 gelesen als digitales Rezensionsexemplar auf meinem Smartphone, da ich ein epub erhalten habe.

Genre: Kurzroman, Jugendroman, laut Autor Science Fiction

Jonathan ist 15 und hat neben der Schule einen begehrten Nebenjob: Pretester eines revolutionären Computerspiels.

Traum vieler Menschen, nicht nur Jugendlicher: Ein fantastisches Computerspiel spielen und dafür noch bezahlt werden. Für Jonathan hat sich dieser Wunsch erfüllt, doch neben der Schule und den sonstigen Verpflichtungen bleibt ihm einfach nicht genug Zeit, soviel zu spielen, wie er möchte. So fällt mal das Lernen, mal Zeit für die kleine Schwester einfach hintenrunter und alte Freunde würden sich über andere Gesprächsthemen auch freuen...

Das einzige SciFi-Element des Buchs ist das Spiel mit der direkten Hirnanbindung. Durch einen speziellen Helm, der individuell angepasst wird, taucht man ganz und gar in die Spielwelt ein. Verbesserungen in der Software machen das Erleben immer intensiver.

Gut gefallen hat mir in diesem Buch, dass trotz der Kürze, das fiktive Spiel mit Jugenschutzmaßnahmen erdacht ist, die für Jugendliche zu gefährliche Konfrontationen ausschließen sollen. Nur das Spiel hat offensichtlich andere Vorstellungen als z.B. ich für mein Kind hätte, ab wo Gefahr beginnt. Da aber notfalls immer die Möglichkeit des Spielabbruchs existiert, spielt Jonathan und im Laufe des Romans noch weitere Personen mit dem Einverständnis der Eltern viel mit der geliebten Simulation.

Einige kleinere Verwicklungen mit dem Alltag erfordern eine Erziehungsmaßnahme, doch das Verständnis Jonathans zu seiner Verantwortung wächst erst, als das Spiel in einer abschließenden Testsimulation eine überraschende Wendung macht.

Mir hat der Kurzroman gut gefallen - natürlich muss man die Kürze im Hinterkopf haben, denn man hätte die gleiche Geschichte sicher auch deutlich länger ausarbeiten können. Das Buch ist so zu einer kurzweiligen Unterhaltung für zwischendurch geworden, die man auch mal auf dem Smartphone lesen kann. Trotz der Kürze finde ich weder Logiklücken noch Personen, die mir mit zu wenig Tiefe geschildert sind.

Das Thema ist nicht neu, aber gut umgesetzt und trotz des "Lernerfolgs" für Jonathan an keiner Stelle mit pädagogischem Fingerzeig oder gar Holzhammer geschrieben.

Unterhaltsam auch für Erwachsene.

Und danke, dass eine der weiblichen Protagonisten meinen Namen in der einzige richtigen Schreibweise enthält - mit h (Ironiemodus off).

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